von Dominique Omakowski

In Israel muessen auch Frauen Wehrdienst leisten, allerdings “nur” zwei Jahre. Ausgenommen sind Musliminen, Angehoerige kleinerer Minderheiten und schwangere Frauen. Auf Wunsch ist aber auch ihnen kaum eine Tuer versperrt. Fast alle Einheiten sind Frauen zugaenglich, sie koennen aber nicht gezwungen werden in Kampfeinheiten zu agieren.

Auf diese Art und Weise geraten die jungen Fruaen oft zum ersten Mal in ihrem Leben in den Kontakt mit einer aeusserst chauvinistischen Gesellschaft. Mehrere ehemalige Soldatinnen berichten ueber ihre Probleme waehrend des Wehrdienstes. So werden grosszügiger Weise zwei Abtreibungen von der Armee bezahlt.

Liora Berg beispielsweise berichtet, dass kein Tag vergangen sei, an dem sie sich nicht anzügliche Bemerkungen seitens ihres Vorgesetzten habe anhören müssen. Ab und an habe er ihr in den Po gezwickt und versucht, sie nach der Arbeit zum Sex im Büro zu überreden. Zu Beginn habe sie noch versucht, die sexistischen Sprüche zu überhören. “Irgendwann konnte ich nicht mehr. Ich habe nachts nur noch geheult.”

In “Das Mädchenschiff” klagt Michal Zamir, Tochter eines ehemaligen Generals und Mossad-Direktors, durch die fiktive Protagonistin (Michelle) an. “Michelle kopiert ihnen Papierstapel auch nach Dienstschluss. Kocht ihnen Kaffee in ihrem Büro. Irgendwann kommt der Sex dazu. Was schert es die Männer, dass sie die Pille nicht verträgt und ihr das Militärkrankenhaus die Einsetzung einer Spirale verweigert hat. Immer wieder wird die Protagonistin ungewollt schwanger und immer wieder muss der ominöse “Araber” als Grund herhalten. Für die Bürokratie ist das leichter zu verarbeiten, als die Erzeuger in den eigenen Reihen zu suchen.” (3SAT)

Hier ein Youtube-Video, welches Bilder israelischer Soldatinnen zeigt.

von Dominique Omakowski

Wie in den letzten Tagen bekannt wurde, wird Lothar Matthäus ab Mitte Juni neuer Trainer des Maccabi Netanya hier in Israel. Netanya ist zurzeit die zweitbeste Mannschaft des Landes und bietet dem 150-fachen deutschen Nationalspieler 800.000 Euro Gehalt fuer zwei Jahre. Als ‘reizvoll’ bezeichnet der Deutsche seinen zukuenftigen Job.

Interessant waere auch zu wissen, wie es zu der ungewoehnlichen Verbindung zwischen Trainer und Verein kam. Vielleicht liegt es am deutsch-juedischen Besitzer des Vereins, Daniel Jammer.

Der Verein hat eine fuer Israel lange Tradition, denn er wurde bereits 1934, also noch vor dem Staat Israel gegruendet. Fuenf Mal gelang es dem Club die israelische Meisterschaft zu gewinnen.


von Dominique Omakowski

Ende Maerz, am 14. Adar des hebraeischen Kalenders um genau zu sein, wurde Purim gefeiert. An diesem Feiertag gedenken die Juden der Vereitlung Hamans Plan, alle Juden an einem einzigen Tag umzubringen. Haman war einst der höchste Regierungsbeamte des persischen Königs, der jedoch widersprach und seinen Beamten mit dem Tode bestrafte.

Die Tradition besagt, dass man an Purim so viel Alkohol trinken muss, bis man nicht mehr gut von boese unterscheiden kann. Gleichzeitig verkleidet man sich, wie es bei den Christen am Karneval der Fall ist. Es finden Umzuege statt und jeder wird reichlich beschenkt.

Besonders ist auch das Ozen Haman (Ohr des Haman), welches speziel in der Zeit um Purim herum symbolisch verspeist wird (Abbildung: Hamantaschen).

Und wie immer faellt auf, dass so gut wie jeder juedische Feiertag in irgendeinem Sinn mit der Verfolgung der Juden zu tun haben muss.

von Dominique Omakowski

Seit Monaten fliegen taeglich Kassam-Raketen auf den Sueden Israels. Die bisherigen Massnahmen der israelischen Regierung konnten der bombenden Hamas jedoch nicht Einhalt gebieten. Gleichzeitig wird die Bevoelkerung immer nervoeser. Weiter im Norden bekommt man kaum etwas vom Bombenhagel mit. Dort kennen die Leute die Bedrohung nur aus den Medien. Ein Beispiel:

Als ich mit Clemens Ende Maerz in Tel Aviv war, ergriff uns die Lust auf ein Eis, da die Sonne bei 35 Grad doch zu einer gewissen Dehydrierung des Koerpers fuehrte.

Also gingen wir in den naechsten Kiosk und ergriffen beide ein Cornetto-Eis. Das nette, verkaufende Ehepaar verwickelte uns in ein kurzes Gespraech und dann brachte der Herr Witz:

“Schaut mal: Das ist ein Kassam-Eis.” Passend dazu fuehrte er uns per Handbewegung die Flugkurve eines Geschosses vor.

von Dominique Omakowski

Vergangenen Dienstag gab es in ganz Israel eine allgemeine Luftalarm-Uebung. Das heisst, dass saemtliche Sirenen des Landes ab 10.00 Uhr morgens fuer 1-2 Minuten geheult haben. Alle Israelis waren aufgerufen sich in Luftschutzraeume zu begeben, die in Israel teilweise in Gebaueden, in Kellern oder auf freiem Gelaende ober- als auch unterirdisch zu finden sind.

Ziel der Aktion war eine Kriegssituation zu simulieren und den Bewohnern Israels ein sicherheitsbewusstes Verhalten in Notsituationen zu vermitteln und die Flucht in Bunkerraeume zu ueben. So haben z.B. saemtliche Schulklassen und Kindergartengruppen den Ernstfall geprobt.

Die Erwachsenen schenkten der Aktion dagegen weniger Aufmerksamkeit. Wie in den Medien gezeigt kamen auch mehrere Probleme ans Tageslicht. Einige Schulen verfuegen ueber keinerlei Schutzraeume weder im Gebaeude noch draussen. So mussten sich die Schueler provisorisch unter Schultischen verstecken, die bei einem Raketeneinschlag wohl kaum Schutz bieten wuerden. Auch waren etliche Schutzraeume auch in oeffentlichen Gebaeuden verschlossen oder so verwarlost, dass der Zugang nicht moeglich war.

Ich war waehrend der Uebung uebrigens bei meiner Hebraeisch-Lehrerin, die sich in ihrem Leben nur zwei Mal in eine מקלט (Miklat = Shelter = Schutzraum) begeben musste. Waehrend des Sechs-Tage Krieges 1967 und waehrend des Golfkrieges 1991. Einschlaege in der Region des Kibbutz gab es jedoch nie.

von Dominique Omakowski

Kibbutz Givat Brenner

Kibbutzhaus

Tel Aviv

Yaffo

See Genezareth

Jerusalem

King George AvenuePalmenallee
GrabeskircheAltarSchrein des Grabes Jesus ChristusKlagemauerMuslimische Frau
Al-Aqsa-Moschee, Felsendom, KlagemauerIsraerlische Soldatinnen

Totes Meer