von Dominique Omakowski
Hier mal wieder so eine Geschichte, die ich im Kibbutz Givat Brenner erlebt habe.
Shabbat, Samstag, der 11.08.2007. Es war frueher Abend und die Welt schien noch in Ordnung. Doch dann, ich holder Ritter war gerade alleine im Heim, entfloh einer der Autisten ueber ein Gartenhaeusschen und schliesslich ueber den Zaun in die ihm eigentlich nicht zustehende Freiheit.
Lange Rede, kurzer Sinn, Almog 17 Jahre alt, ein Tier, wenn ich das so sagen darf war weg und ich hatte den Salat. Nach dem ich dann meine Chefin anrief und sie unverzueglich kam, traf wenig spaeter auch die Polizei mit 10 Mann ein. Wieso sie dann aber die naechsten 90 Minuten einfach nur vor dem Haus standen, weiss keiner..
Jedenfalls war sofort das ganze Kibbutz in heller Aufruhr. Der Kerl musste eingefangen werden, bevor er sich selbst und anderen etwas antun konnte. Dann kam naetuerlich auch der Hubschrauber der Polizei zum Einsatz, der den tapferen Wanderer letztendlich 15km entfernt ausfindig machen konnte. Nach drei Stunden war der ausserplanmaessige Ausflug fuer Almog vorbei.
Morgen kommen dann zwei Personen von der Regierung, die mich dann auch nochmal sprechen wollen, aber ich glaube es wird nichts passieren, da es schon des oefteren vorkam, dass eines der Kinder abgehauen ist und die Schuld ja nicht bei mir liegt, da ich mit fuenf Kindern alleine gelassen wurde (Anmerkung der Redaktion: So war es dann auch!). Also, nochmal alles gut gegangen und so schnell werde ich Almog nicht noch einmal aus den Augen verlieren :)
Schalom
Eiserner Kaempfer Domi0r


2 comments
Comments feed for this article
21Okt07 um 3:47 pm
Ich bitte um Rat « omakowski.com
[...] ging es daraum, dass Almog (der mir auch schonmal weggelaufen ist, ich berichtete) gestern frueh auf das Dach des Heimes geklettert ist und dort seinen Unfug getrieben hat. Meine [...]
09Nov07 um 12:01 am
Meine Arbeit (3) - Der “typische” Arbeitstag « Ein Jahr in Israel
[...] Natuerlich gibt es IMMER eine Menge Dinge zu tun, die man so pauschal nicht festhalten kann. Man muss die Kinder staendig erziehen, ihnen Grenzen aufzeigen und gutes Benehmen belohnen. Zumindest der Versuch Gespraeche aufzubauen und ueber einen gewissen Zeitraum aufrecht zu erhalten ist immer wieder gefordert. Ansonsten muss man bei manchen acht geben, dass sie sich nicht selbst umbringen oder einfach ueber den Zaun klettern und abhauen, wie es mir bereits ein Mal passiert ist. [...]