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von Dominique Omakowski
Das dieswoechige Bild der Woche ist ausnahmsweise mal ein Video. Es hat es sich einfach verdient! Ich habe es Oliver Beckmanns Blog gefunden und es zeigt einen Marktplatz in Bangkok. Es hat auch was mit der Bahn zu tun. Doch sehet selber. Total abgedreht…
Auf’s rechte Bild oder oben auf die Seite “das bild” klicken.
von Dominique Omakowski
Vor ungefaehr zwei Monaten habe auch ich ueber den israelischen Angriff auf ein Gebaeude in Syrien berichtet. Dabei wurden beide israelischen Jets beschossen und das Gebaeude vernichtet. Seitdem gab es immer wieder Spekulationen um einen Israelo-Syrischen Krieg der sich anbahne.
Beim surfen auf Spiegel-Online, habe ich nun diese interessante Fotostrecke gefunden.
Die Satellitenbilder zeigen eindeutig, dass eine Veraenderung statt gefunden hat. Laut Beschriftung soll das verdaechtigte Gebaeude weg sein und Bulldozer das Gelaende planieren. Angeblich wurden von einem Tag auf den anderen die Ueberreste des Gebaeudes weggeraeumt. Auch der zur Fotostrecke gehoerende Artikel ist sehr aufschlussreich und nur zu empfehlen.
von Dominique Omakowski
Wie sagt man so schoen, es sind die Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen? Irgendetwas in der Richtung auf jeden Fall. Das gilt fuer Israel wahrscheinlich wie fuer jedes andere Land der Welt auch.
Letzten Shabbat war ich abends bei meinem Kumpel Dani. Die Tuer seines Hauses steht fuer alle Freunde offen, deshalb gehen die Leute ein und aus. Einer dieser Freunde hat mich gefragt woher genau ich aus Deutschland kaeme. Auf meine Antwort – Berlin – hin, holte er seinen Berlin-Schluesselanhaenger aus der Hosentasche und hielt ihn mir stolz unter die Nase.
Den hat er von seinem Vater geschenkt bekommen, der leidenschaftlicher Bridge-Spieler ist und dies auch oft im Internet tut. Dort hat er einige Deutsche kennengelernt, die nach geraumer Zeit vorgechlagen hatten, dass er sie doch mal besuchen koennte, damit sie mal sehen, wer der Mensch eigentlich ist.
Als er sagte, dass er nur ein armer Kibbutznik sei und kein Geld fuer den Flug haette, schickten ihm die Freunde aus Deutschland ein Ticket und er reiste tatsaechlich nach Germanien. Den Anhaenger hat er seinem Sohn dann mitgebracht und hier schliesst sich der Kreis.
Die Vergangenheit verfolgt einen halt ueberall hin, aber Berlin geniesst in Israel einen ausgezeichneten Ruf (soweit ich das mitbekommen habe), was mir auch hin und wieder zu Gute kommt. Oft wird die Stadt als neue Trendmetropole bezeichnet. Auch auf die Deutschen sind sie hier nicht all zu schlecht zu sprechen, um nicht zu sagen sehr gut.
von Dominique Omakowski
Was gibt es in Deutschland nicht und ist in Israel ueberall zu sehen? Nein, ich spreche nicht von orthodoxen Juden. Nicht von Synagogen an jeder Ecke. Genau, wovon sonst, natuerlich vom Sherut (Monit Sherut, heisst es richtig). Wer erstmal gar keine Idee hat, was das sein koennte, der schaut sich das Bild rechts an.
Richtig, Sheruts sind Sammeltaxis, die teilweise Bus-Linien abfahren und teilweise durch die Pampa freelancen. Ihr erklaerter Feind sind Busse. Wenn sich ein solcher naemlich naehert, wird von Kollegen gleich durchgefunkt: “Achtung, Jumbo hinter dir!” Dann kommt Weltuntergangstimmung auf, es wird aufs Gas getreten und Fahradfahrer werden anscheinend physkalisch transparent. Fast wie im Hollywood-Streifen werden alle Strassengesetze kurzzeitig ausgesetzt. Man muss doch unbedingt vor dem Bus an der Bushaltestelle ankommen!
Ein besonderes Erlebnis ist es, im Sherut zu sitzen. Es sind meistens Mercedes Sprinter, die Neben dem Fahrerstuhl 10 Sitze haben. Wenn man einsteigt, setzt man sich erstmal hin, was besonders in den hinteren Reihen zum Kampf werden kann, denn dort findet man eine Sitzreihe fuer 4 Personen und wenn nur eine fuelligere dabei ist, Prost Mahlzeit!
Dann wird dem Fahrer das Ziel mitgeteilt und anschliessend wird ueber den Preis verhandelt. Das kann je nach Herkunft des Fahrgastest kurz oder lange dauern, auch wenn es um einen Shekel gehen sollte (18 Cent). Grundsaetzlich sind Sheruts aber sehr billig (Wie der Transport in Israel generell). Zum 25 Kilometer entfernten Tel Aviv zahle ich 16 Shekel (2,50 Euro)
Hat man sich dann trotz all der am Handy schreienden russischen Frauen auf einen Preis einigen koennen, wird das Geld an die Person, die vor einem sitzt gereicht und diese leitet es widerum weiter. Dem Fahrgast, der neben dem Fahrer sitzt, kommt dabei eine besondere Funktion zu. Er darf das Geld zaehlen, Rueckgeld rausgeben und generell als Kommunikationsutensil zwischen Fahrgast und Fahrer dienen.
Hat man all diese Phasen hinter sich gebracht, ist man meistens auch schon da, wo man hin wollte. Sheruts sind halt schon etwas besonderes und jedem aufs waermste zu empfehlen.
von Dominique Omakowski
So eben habe ich einen sehr interessanten Artikel ueber ein scheinbar verruecktes 19 jaehriges Maedchen gelesen, das tatsaechlich ein Volontariat in Israel antreten moechte. Wie kann man blos so verrueckt sein? Diese geschickte Akkumulation des Wortes verrueckt ist nicht zuffaelig, denn auch ich bin verrueckt!
Davon mal abgesehen, Magdalena zeigt uns ihre Gruende fuer ein Volontariat in Israel und ich kann mich da einfach nur 100%ig anschliessen!
Nicht nur die grosse Entfernung, sondern auch der andauernde Nahostkonflikt zwischen Juden und Palaestinensern sorgt fuer Unbehagen. “Ich habe keine Angst, denn ich vertraue Gott”, sagt Magdalena und zitiert die Bibel: “Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen.” Auch ihr Vater Ruediger Schlag meint: “Es kann ueberall etwas passieren. Wir sehen Magdalenas Reise als Auftrag Gottes, zur Wiedergutmachung des Holocaust.“
Ich bin so ein frommer Mensch! Da kann ich natuerlich den Holocaust wieder gut machen!
von Dominique Omakowski
Vergangene Woche lud der Deutsch-Israelische Verein seine 60 Volontaere in Israel zu einem Seminar in Haifa ein. Dort sollte ueber Israels Gesellschaft, Sozialsystem und Religionen gesprochen und gelesen werden. Ausserdem standen ein Ausflug in das Behindertendorf Kfar Tikva sowie in die alte Hafenstadt Akko auf dem Programm.
Dienstag Morgen also bin ich mit dem Sherut (Sammeltaxi, meistens ein Mercedes Sprinter mit zehn eingebauten Sitzen) zum Bahnhof aufgebrochen und dann weiter nach Haifa zum Rutenberg Institut, welches uns die Raeumlichkeiten fuer das Seminar zur Verfuegung stellte.
Zu bemerken ist, dass ich als einziger puenktlich war. Da soll mal einer sagen im Kibbutz laeuft alles langsamer und die Gebraeuche eines Landes wuerden nicht auf seine Bewohner abfaerben. Nichts desto trotz habe ich mich sehr gefreut sowohl bekannte, als auch neue Gesichter zu sehen. Herr Stern, ehemaliger Professor der Uni Haifa, hielt einen sehr interessanten Vortrag zum Seminarthema, doch ansonsten war es inhaltlich auf Grund von einiger verschwendeter Zeit und teilweise komischen Spielen leider eher entaeuschend.
Dagegen waren neben der Stadt Haifa selbst, die Ausfluege sehr schoen. Der erste ging nach Akko. Die Stadt ueberraschte durch ausgekluegelte Verteidigungsanlagen und man konnte die Geschichte vor Ort foermlich riechen. Verwinkelte Strassen und das arabische Viertel vermittelten eine orientalische Atmosphaere, die ich so in Israel noch nicht erlebt habe (Naja, so viel habe ich nun noch nicht gesehen..). Wer auf Schmutz steht muss hier herkommen.
Ein zweiter Ausflug ging nach Kfar Tikva. Es war frueher ein gewoehnliches Kibbutz und wird heute ausschliesslich von Behinderten – und ihren Pflegern – bewohnt. Sie leben und arbeiten dort und koennen ein voellig normales Leben fuehren. Neben der schoenen Landschaft ist auch die besondere Selbstaendigkeit der Behinderten mit eigenen Haeusern und Wohnungen hevorzuheben. Hier herrscht eine starke deutsche Tradition, die sich auch bei der Herkunft der Mitarbeitern widerspiegelt.
Auf dem Rueckweg machte ich dann noch einen eintaegigen Zwischenstopp bei anderen Volontaeren in Tel Aviv, wo ich mal wieder vom Nacht– und Strandleben dieser westlichen Metropole ueberrascht wurde. Diese Reise hat mir gezeigt, wieviel Verschiedenes man in diesem Land sehen und erleben kann. Gleichzeitig waechst die Lust, weitere Reisen zu unternehmen und noch mehr zu sehen!


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