von Dominique Omakowski
Ich habe mich neulich gefragt, welche zu unserer Zeit lebende Persoenlichkeiten (einschliesslich XX. Jahrhundert) eigentlich juedisch sind. Ohne Wertung, aus purer Neugier. Dabei bin ich auf eine Seite gestossen, die eine grosse Datenbank darueber enthaelt:
solutix Datenbank beruehmter Juden
Stellungnahme von SOLUTIX: “SOLUTIX berücksichtigt, sowohl halachische Juden (Elvis Presley), wie auch Menschen, die auf Grund ihrer Abstammung nach Israel einreisen dürfen (Lenny Kravitz). Juden sind, bei breiter Betrachtung, natürlich keine Ethnie, doch war es auch nie Sinn von SOLUTIX, irgend eine Ethnie, Rasse oder sonst was nachzuweisen.”
Frauen:
Sarah Michelle Gellar
Kate Hudson
Scarlett Johansson
Rosa Luxemburg
Marilyn Monroe
Sarah Jessica Parker
Gwyneth Patrow
Natalie Portman
Sarah Paxton
Baerbel Schaefer
Alicia Silverstone
Maenner:
Woody Allen
Boris Becker
David Copperfield
Bob Dylan
Albert Einstein
Harrison Ford
Sigmund Freud
Gregor Gysi
Benjamin David “Benny” Goodman
Dustin Hoffman
Christoph Kolumbus
Franz Kafka
Karl Liebknecht
Karl Heinrich Marx
Roman Polanski
Marcel Reich-Ranicki
Adam Sandler
Steven Spielberg
Ben Stiller
Es gibt auch zwei Videos, die bekannte Juden aufzaehlen:


15 comments
Comments feed for this article
22Okt07 um
Kilik
Hallo
Denkst Du denn anders über die Leute wenn Du weisst dass Sie Juden sind? Ist das wirklich so wichtig? Ausserdem ist die Liste falsch. Einige sind/waren nie Juden (z.B. Silv.Stallone, etc.) und ein Drittel hatte eine jüdische Mutter und waren nicht praktizierend (z.B. Harrison Ford, etc.).
Such Dir bessere Quellen
22Okt07 um
Dominique Omakowski
Hallo Kilik,
Das hat doch nichts mit Wichtigkeit zu tun. Wenn ich schreibe, ich sei ueberrascht, dann hat es keine Wertung.
Genauso bin ich nicht ueberrascht, dass du keine Kontaktmoeglichkeit hinterlaesst ;)
Und selbst wenn sie nicht praktizierend sind, dann sagt das doch viel ueber die herkunft aus und laesst diverse Schluesse zu, die jeder furer sich selbst ziehen sollte.
Mit Sylvester Stallone z.B. gebe ich dir recht, der hatte nur eine juedische Urgrossmutter muetterlicher Seits, was ihn berechtigt nach Israel zu emmigrieren ihn aber kaum zum Juden macht. Aber juedisches Blut bzw. juedische DNA fliessen durch seine Adern ;)
lg
Dominique
29Okt07 um
Iolair
Liebe Dominique
Ein nichtpraktizierender Jude ist das gleiche wie ein nichpraktizierender Moslem oder Christ: Ein Mensch wie du und ich. Dass du Sachen schreibst, wie: “Aber jüdisches Blut bzw. jüdische DNA fliessen durch seine Adern”, ist nicht nur absolut falsch (es gibt weder christliche noch jüdische DNA oder sonst dergleichen), sondern auch gefährlich (–> sozialdarwinistisch). Ein Jude unterscheidet sich im Gencode nicht von einem Christen oder Moslem, geschweige denn von einem Deutschen oder Italiener. Das Judentum ist eine (Kultur)-Religion und keine Ethnie.
LG aus der Schweiz
Timothy
30Okt07 um
Dominique Omakowski
Hallo Iolair,
versteh mich keineswegs falsch, ich meine das absolut nicht wertend! Aber grosse Teile des Judentums sind in der Vergangenheit unter sich geblieben und die breite Oeffnung zu Mischehen ist sehr jung. Ich suche nacher mal einen Artikel heraus, der interessante Erkenntnise von Untersuchungen einiger “juedischer” DNA aufzeigt (aehnliche Merkmale z.B.). Vieles spricht fuer eine Ethnie. (Wieso auch nicht, was ist so schlim daran?) Davon mal abgesehen, soll der von dir zitierte Satz soll nur aussagen, dass die Eltern juedisch waren oder dass sie selber noch praktizierende Juden sind.
Was ich aber auch nicht sagen moechte ist, dass die DNA irgendetwas damit zu tun habe, dass die genannten Personen bekannt wurden, geschweige denn beruehmt!
Der ganze Artikel ist eher so gemeint: “Ach der ist direkt juedischer Abstammung, Mensch!” Und auch nur, weil ich hier in Israel natuerlich ein starkes Interesse fuer das Judentum entwickelt habe. Nichts weiter. Man darf einfach nicht zu viel reininterpretieren.
liebe Gruesse
Dominique
30Okt07 um
Iolair
Lieber Dominique
Entschuldige zuerst einmal, dass ich dich voher mit “liebe Dominique” angeschrieben habe. Ich dachte, du seist eine Frau, da in der Schweiz der Name “Dominique” eher ein Frauenname ist. Wie auch immer…
Ich interpretiere gar nichts hinein. Ich bin nur daran interessiert, dass hier nichts durcheinander gebracht wird, darum bleibe ich hartnäckig ;)
Glaube mir, ich studiere Molecular Life Sciences in Richtung molekulare Bionalaytik (Humangenetik, Histologie, Biochemie, Zell-, Mikro- und Molekularbiolobie etc.) und kann dir daher verischern, dass du da arg etwas durcheinander bringst mit der DNA, welche sich über die gesamte Menschheit hinweg, von den Inuits über die Juden bis hin zu den Aborigines nur seeeeeeeeehr, seeeeeeeeehr geringfügig unterscheidet.
Was du ansprichts, sind die “phäntotypischen” Merkmale. Das hat nichts mit den genotypischen (trivial DNA) Merkmalen zu tun! “Jüdische DNA” gibt es nicht! Genauso wenig wie “Deutsche DNA” oder “asiatische DNA” oder was auch immer.
Die phänotypischen Merkmale, die du wahrscheinlich meinst, sind Merkmale, die man mit dem Auge sieht. Augenfarbe, Haarfarbe, Form der Haare, Hautfabe, Bartwuchs etc.
Du hast Recht, die Juden in Europa heirateten meist innerhalb ihrer Religion, darum gab es eher selten Durchmischungen. Nebenbei hatte es zur Folge, dass sich dominante, phänotypische Merkmale (dunkles Haar, braune Augen) durchgesetzt haben. Darum sind heute die meisten jüdischen Menschen dunkelhaarig und haben braune Augen. Das macht sie aber noch nicht zu einer anderen Menschenrasse. Es gibt nur eine Menschenrasse. Den Homo Sapiens Sapiens. Das hören viele Nazis nicht gerne. Es gibt aber auch manchen orthodoxen Juden oder Evangelisten, die das nicht gerne hören. Mensch ist Mensch. Besonders genetisch gesehen. ;)
Liebe Grüsse
Timothy
30Okt07 um
Dominique Omakowski
Hi Timmothy,
vielen Dank, dass du dir so viel Zeit nimmst, hier zu schreiben! Respekt vor deinem Wissen, mit dem du mir sicherlich haushoch ueberlegen bist!
Aber du missverstehst mich.
Denn wie gesagt, die Aussage “Aber jüdisches Blut bzw. jüdische DNA fliessen durch seine Adern” war nur symbolisch, keineswegs Wissenschaftlich! Wenn ich sage die lachende Sonne, meine ich ja auch nicht, dass die Sonne einen Mund habe. Siehe die Bezeichnung “jüdisches Blut bzw. jüdische DNA fliessen durch seine Adern” als ungeschickte Metapher fuer “Sie wurden von Juden erzogen und gelehrt (Vieles lernt man ja von den Eltern). Es ist nur eine Art zu sagen, er ist kein praktizierender Jude, aber er ist Jude und wahrscheinlich im juedischen Umfeld aufgewachsen. In diesem Zusammenhang habe ich natuerlich auch auf die Erziehung und Bildung und deren Stellung im Judentum angespielt. Das ist rein kulturel!
Aber bitte lege mir nicht in den Mund, dass ich die Menschen in Rassen unterteilt habe :)
Ich gebe dir gerne recht mit deiner Ausfuehrung, leider finde ich den von mir gemeinten Artikel nicht mehr. Aber grob stand folgendes drin: Wissenschaftler wollten DNA von einer Volksgruppe (oder Ethnie) auf Gemeinsamkeiten untersuchen. Dafuer wurde dann das juedische Volk ausgewaehlt, da es sich historisch gesehen isoliert fortgepflanzt hat und eine nominativ relativ kleine Gruppe darstellen. Dabei wurde bei einer hohen Anzahl (ueber 80 Prozent) der Untersuchungen Merkmale der DNA festgestellt (jetzt kommt dein Part), die zwar keinen Einfluss auf Entwicklung und das reele existieren des Menschen hat, aber von Generation zu Generation, nur durch Muetter, weitergegeben wird. Wie eine Unterschrift sozusagen. Diese Zeichen seien dann, so die Interpretation der Wissenschaftler, auf 4 Frauen zurueckzufuehren gewesen. Hier sieht man die parallele zur Bibel, auch wenn dort nur 3 Kinder geboren haben, soweit ich weiss. Aber das ist natuerlich nur Interpretation der Ergebnisse.
Ich gebe dir voellig recht, dass man dort keinerlei Rueckschluesse auf Rasse oder aehnliches ziehen kann!
lg vom mueden Domi
02Jan08 um
XXAXX
Zitat: Aber juedisches Blut bzw. juedische DNA fliessen durch seine Adern ;)
Das finde ich doch mal wirklich beeindruckend. ;)
Wäre so was von anderen kommen, so wäre wohl gleich ein Aufschrei da gewesen…
lg
03Jan08 um
Dominique Omakowski
Ich meine es nunmal nicht boese :)
10Jan08 um
benni
ich habe mich auch gerade mit dem thema “berühmte juden” beschäftigt und bin so auf diese seite gestoßen!
schade, dass diese diskusion hier wieder in die übliche richtung geht und man NIE wertungsfrei ohne sich rechtfertigen zu müssen und seine sätze auseinander pflücken zu lassen.
ich wollte mir mal ein eigenes urteil über das bestehende vorurteil bilden, dass viele größen in politik und wirtschaft juden wären.
das lässt sich aber wirklich nicht leicht recherchieren.
bis auf die erkenntnis, dass die gründer von starbucks und warner bross jüdischen glaubens waren habe ich nicht viel rausfinden können.
so, nun können sich die besonders schlauen unter euch uber meinen text her machen.
ich werde es sicher nicht lesen, weil ich mich nicht weiter mit dem thema beschäftigen werde. tut mir leid, weil ich weiss, dass klugscheissern um so mehr spaß macht, wenn der andere versucht sich zu rechtfertigen umd man ihn weiter vollquatschen kann obwohl man ganz genau weiss, wie derjenige meint was er sagt….
30Jan08 um
Roman G.
SOLUTIX berücksichtigt, sowohl halachische Juden (Elvis Presley), wie auch Menschen, die auf Grund ihrer Abstammung nach Israel einreisen dürfen (Lenny Kravitz). Juden sind, bei breiter Betrachtung, natürlich keine Ethnie, doch war es auch nie Sinn von SOLUTIX, irgend eine Ethnie, Rasse oder sonst was nachzuweisen. Das aschkenasische Juden, wie neueste Untersuchungen belegen, mit einander verwandt sind, ist eine wissenschaftlich gesicherte Tatsache. Man kann gerne anführen, dass Bob Dylan nie ein praktizierender Jude war und zum Christentum übertrat oder Karl Marx, ein bekennender Atheist gewesen ist. An ihrer Abstammung ändert ihr Glaube bzw. das Fehlen eines solchen jedoch nichts, auch wenn die Rabbinen es anders sehen würden.
24Mär08 um
Arno
Also..
Nach jüdischem Religionsgesetz ist Jude, wer eine jüdische Mutter hat oder konvertiert. Das vertreten auch die allerorthodoxesten Juden.
Es spielt keine Rolle, ob man jüdisch lebt oder nicht oder sogar Satanist ist (extremes Beispiel).
Viele viele Juden (der obrigen Definition nach) wären äußerst entrüstet, wenn man ihnen das Jude-Sein absprechen wolle, so sehr sie auch sakulär und womöglich atheistisch sind.
Ich kann nicht für jeden der Promis sprechen, aber z.B. Einstein und Freud waren auch nicht praktizierende Juden, bekannten sich aber zum jüdischen Volk (zu diesem Begriff: s.u.). Einstein war aktiver Zionist und tätigte mehrmals Aussagen bezüglich “seines” Volkes, Freud schrieb ein Werk über Moses und die jüdische Religion und machte auch Aussagen bezüglich “seines” Volkes etc. etc.
Die Definition des Judentums über Religion ist eine Definition, die außerhalb des Judentums gemacht wurde.
Zum Begriff “Volk Israel” (Am Jisrael - auf Hebräisch)..
Juden sehen sich zwar als Volk - dies aber nicht im ethnischen bzw. genetischen Sinne. Sonst könnte es auch nicht mitteleuropäische, chinesische, jemenitische, äthiopische und was-weiß-ich-welche Juden geben. Und auch eine konvertierte Person ist nicht nur “Glaubensjude”, sondern auch Teil des Volkes! Israel..
Bezüglich Großmutter..
Ist es die Mutter der Mutter, so ist man auch Jude/Jüdin. Egal ob deine Mutter noch den Glauben teilte.
Und dieses Schema ist absolut nicht dem Judentum speziell. Das ist bei jedem anderen Volk bzw. “Volk” auch so.
Tiroler (Westösterreich) ist schon mal jeder, der zumindest einen Tiroler Elternteil hat und in Tirol aufwächst (die, die außerhalb auwachsen: ?). Er wird immer als Tiroler angesehen werden, egal ob er Lederhose trägt, jodeln kann etc. oder auch nicht. In Tirol geboren werden reicht auch nicht, falls z.B. deine beiden Eltern muslimische Türken sind. Auch wenn du österreischische Staatsbürgerschaft hast.. Will man Tiroler werden, so muss man die Kultur annehmen, übernehmen und leben.
So ist es auch bei jemandem, der zum Judentum übertritt Voraussetzung, dass er auch die Kultur des Volkes lebt und glaubt.
Und diese zwei Dinge sind es eben, die ein Gemeinschaft / ein Volk definiert: Herkunft und Kutur. Wobei für die einzelnen Mitglieder nur eines zutreffen muss.
ausmaus..
24Mär08 um
Arno
Und das, was man daraus als “Nutzen” ziehen kann, zu erwähnen, welche berühmten Leute Juden sind bzw. waren ist, es den Antisemiten und Konsorten aufzuzeigen, welchen wertvollen Beitrag (abgesehen von S. M. Gellar oder so, g) Juden für die Menschheit geleistet haben..
Und anders als z.B. Deutsche, die sich stolz fühlen, wenn die deutsche Nationalmannschaft Fußball gewinnt - obwohl nicht SIE die guten Fußballer sind und deswegen auch nicht allgemein Deutsche als gute Fußballer bezeichnet werden können, sonder lediglich ca. 15 Deutsche (wenn sie nicht eh vom Ausland eingekauft sind),
fühlen Juden eine Freude, wenn ander Juden z.B. den Nobelpreis oder sonstiges verliehen bekommen, da das für viele Zeiten und für viele Orte nie mögich gewesen wäre, Arbeit von Juden anzuerkennen - was also einen positiven Fortschritt bedeutet.
12Okt08 um
Tilo
Schon mal nachgehackt, warum der Präsident der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bank und der Amerikanischen Zentralbank sowie Hedge Fond-verwalter von M. Stanley, Goldman Sachs und Lehmann Brothers Juden sind? Gerade jetzt in der Zeit der globalen Finanzkrise sehe ich andere Religionen, Staaten und Unternehmen als dagegen hilflos an. Die Welt geriet ins Wanken durch die Power der Mächtigsten. Da könnte man glatt Angst bekommen. Was haben die vor? Kann mir das einer beantworten?
Warum sind 52% der US-amerikanischen Milliardäre Juden? Da stimmt doch was nicht (würde mein alter Chef da sagen).
Und lasst den Quatsch mal mit dem jüdischen Blut und jüdischer DNA. Das klingt echt nationalsozialistisch. Wir Deutschen sind zum Großteil auch indogermanischer Herkunft. Dass ein einzelnes Molekül bzw. Gen eine Trennung zwischen Juden und nicht Juden erlaubt, ist doch wohl absoluter Blödsinn. Solche Diskussionen waren schon oft Grundlage von Kriegen und Völkermord.
24Okt08 um
Lotta
@ tilo: dein beitrag ist aber auch nicht ganz frei von nationalsozialistischem gedankengut (nur als anmerkung). ich verstehe nicht, was an juden so besonders sein soll. warum wird immer wieder darauf rumgehackt: der ist jude. man sagt ja auch nicht in jedem 2. satz: “ich habe da n kumpel, der ist christ”. warum spielt das eigentlich eine rolle?? alles menschen wie du und ich, ohne weltverschwörungstheorie, mit einer eventuell zu kritisierenden politik aber offenherzig - wie mich meine reise durch israel lehrte.
10Nov08 um
Leo(nie)
Hey…!
Ich habe mir deine Liste mit den berühmten Juden für den Religionsunterricht geklaut, ich hoffe, das ist okay…?
Na dann,
echt ne tolle, informative Seite!
Liebe Grüße…
Leo