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von Dominique Omakowski

volunteer1.jpgEs ist soweit, ich bin nicht mehr der einzige Volontaer des Alut im Kibbutz. Diese Woche kamen Sandra aus Lettland und Aline aus Deutschland an und bezogen ihre Haeuser.

Die beiden werden, wie ich mit den autistischen Kindern zusammenarbeiten. Beide wollen ein Jahr bleiben und ich freue mich, dass ich ein wenig auslaendische Gesellschaft bekomme, die in der gleichen Situation ist wie ich es bin.

von Dominique Omakowski

schutzmauer.jpgNahe bei Betlehem, wo ich gestern war, verläuft die Grenze mit Israel. Diese ist dort zur Mauer verstärkt, was vielen palästinensischen und ausländischen Künstlern die Fläche zum Ausdruck ihrer künstlerischen Botschaften bietet. So geschen auch auf dem Teil, der rechts zu sehen ist. Dort wurde sogar ein Loch in der Wand geschaffen.

von Dominique Omakowski

bcg6.jpgVorletzten Shabbat bin ich, nachdem ich bei einer befreundeten Familie zu abend gegessen habe, durch das Kibbutz nach Hause gelaufen. Unterwegs bin ich natuerlich bei einem Freund haengen geblieben, der gerade einigen Besuch da hatte.

So fuehlte ich mich ein wenig wie das Tier im Gehege, als ich vorgestellt wurde und die Fragerei began. Es war ein sehr interessanter Abend und mir wurde die Moeglichkeit angeboten, Ueberlebende des zweiten Weltkriegs zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Aber eine Frage fand ich sehr schwierig zu beantworten.

Wieso zahlt Deutschland eigentlich immer noch so viel Geld an Israel, wenn es schon kurz nach dem Krieg angefangen hat und von niemandem dazu gezwungen wird? (Seit 1952 hat Deutschland naemlich insgesamt ueber 60 Milliarden Euro an Holocaust-Ueberlebende und den Staat Israel gezahlt)

Ich antwortete ihm, dass auch heute noch immer viele Holocaust-Ueberlebende am Leben seien und der deutsche Staat ihnen gerne helfen wuerde. Israel als juedischer Staat wuerde da in einem Zug mit einbezogen.

Da konterte er, dass die Shoah doch nun aber schon mehr als 60 Jahre zurueck laege und mehrere neue Generationen geboren worden seien, die mit dem Nazi-Verbrehen aboslut nichts zu tun haetten. Meine Aufforderung, er moege sich doch bitte nicht beschweren, erwiderte er nur mit einem Schmunzeln.

von Dominique Omakowski

chuppa11.jpgVor einiger Zeit habe ich mit einer Mitarbeiterin des anderen Hostels in Givat Brenner geredet, die auch im Kibbutz lebt. Sie hat mich auf einen gravierenden Missstand der juedisch-orthodoxen Gesellschaft hingewiesen.

Sie hat mir naemlich erzaehlt, dass in orthodoxen Kreisen, geistig Behinderte in zeugungsfaehigem Zustand haeufig mit einander verheiratet und zur Fortpflanzung angeregt werden wuerden. Dies geschehe, so ihre Aussage, da die Verwandten denken wuerden, dass es von Gott erschaffene Geschoepfe seien, die zu einander gehoerten. Nun bekaemen diese Paare widerum Kinder, die so gut wie immer auch Behinderungen, besonders Autismus aufweisen sollen. Ihre Aussage muss natuerlich ueberprueft werden, aber wenn es stimmt, scheint es ein grosses Problem und ein gravierender Missstand zu sein.

Doch gleichzeitig gab mir das ganze ueber unsere Gesellschaft zu denken: Findet man, diese, wie es scheint, sichere Methode Behinderte in die Welt zu setzen sei verwerflich, sagt man dann sogleich behindertes Leben sei lebensunwuerdig? Versuchen wir somit, vielleicht aus Faulheit, die Belastung so klein wie moeglich zu halten?

von Dominique Omakowski

Clemens hat mich schon vor geraumer Zeit auf ein ulkiges Video hingewiesen, das eine Art Strassen-Technoparty orthodoxer Juden zeigt. Echt unglaublich, wie die Kerle abgehen! Doch sehet selbst:

von Dominique Omakowski

goldstar.jpgIch bin zwar kein Biertrinker (fast schaeme ich mich dafuer). Aber man wird auch in diesem Fall ueberall in der Welt mit dem Gebraeu konfrontiert, so dass man nicht umhin kommt, die angebotenen Biersorten zur Kenntnis zu nehmen.

In Israel gibt es neben kleinen lokalen Bierbrauereien eigentlich nur zwei grosse Biermarken: Maccabee und Goldstar. Auch viel Carlsberg und Heineken wird importiert. Teilweise trifft man auch auf Weihenstephan und andere deutsche Biere, was jedoch eher selten ist.

Goldstar und Maccabee sind natuerlich beides koschere Biere, das heisst die Zutaten sind mit dem juedischen Nahrungskodex vereinbar. Biere, die nach demdeutschen Reinheitsgebot gebraut werden, sollten ebenfalls koscher sein, denn Gerstenmalz, Hopfen, Hefe und Wasser sind allesamt koschere Zutaten.