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von Dominique Omakowski
Wie sieht eigentlich mein typische Arbeitstag aus? Auf diese Frage werde ich selber wohl keine Antwort finden, denn jeden Tag ein neues Abenteuer. Das ist das schoene daran: man arbeitet mit (autistischen) Menschen, die lernen, vergessen und Emotionen zeigen. Doch ich werde representativ versuchen die heutige Schicht zu reproduzieren.
16:15 Los geht’s. Die drei/vier Mitarbeiter treffen unter Umstaenden sogar alle puenktlich ein und planen die Schicht.
16:40 Ankunft der Kinder aus der Schule. Einige werden auf die Toilette geschickt, andere packen ihre Schulsachen aus.
16:50 Es wird mit einem Kind zusammen Aruchat Chamesch (Eine Art Kaffe und Kuchen) zubereitet.
17:00 Treffen. Alle setzen sich zusammen und “begruessen” sich (Wir wollen’s ja mal nicht uebertreiben). Anschliessend, Vertilgung der Nahrung.
17:15 Aktivitaeten. Das beinhaltet Spaziergaenge, Sportaktivitaeten, Shiatsu, Tai-Chi, Musikaktivitaeten, kuenstlerische Betaetigungen usw. Jeden Tag was neues und hin und wieder mal was ungewoehnliches.
18:00 Koerperpflege. Bei denen, die es benoetigen: Windelwechsel.
18:30 Essenszubereitung mit den Kindern. Obstsalat zubereiten, Kartoffeln schaelen usw.
20:00 Gemeinsames Abendmahl. Die Kinder davon abhalten sich gegenseitig das Essen zu klauen. verhindern, dass sie in die Kueche rennen und alles wegessen.
20:45 Zaehneputzen und die ersten gehen ins Bett
21:30 Nachtruehe. Der Tagesreport wird geschrieben, wo alles minutioes festgehalten wird.
23:00 Schicht vorueber, Arbeitstag vorbei. 71 Cent pro Stunde verdient. Darueber lache ich nicht mal mehr.
Natuerlich gibt es IMMER eine Menge Dinge zu tun, die man so pauschal nicht festhalten kann. Man muss die Kinder staendig erziehen, ihnen Grenzen aufzeigen und gutes Benehmen belohnen. Zumindest der Versuch Gespraeche aufzubauen und ueber einen gewissen Zeitraum aufrecht zu erhalten ist immer wieder gefordert. Ansonsten muss man bei manchen acht geben, dass sie sich nicht selbst umbringen oder einfach ueber den Zaun klettern und abhauen, wie es mir bereits ein Mal passiert ist.


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