von Dominique Omakowski

bcg6.jpgVorletzten Shabbat bin ich, nachdem ich bei einer befreundeten Familie zu abend gegessen habe, durch das Kibbutz nach Hause gelaufen. Unterwegs bin ich natuerlich bei einem Freund haengen geblieben, der gerade einigen Besuch da hatte.

So fuehlte ich mich ein wenig wie das Tier im Gehege, als ich vorgestellt wurde und die Fragerei began. Es war ein sehr interessanter Abend und mir wurde die Moeglichkeit angeboten, Ueberlebende des zweiten Weltkriegs zu treffen und mich mit ihnen zu unterhalten. Aber eine Frage fand ich sehr schwierig zu beantworten.

Wieso zahlt Deutschland eigentlich immer noch so viel Geld an Israel, wenn es schon kurz nach dem Krieg angefangen hat und von niemandem dazu gezwungen wird? (Seit 1952 hat Deutschland naemlich insgesamt ueber 60 Milliarden Euro an Holocaust-Ueberlebende und den Staat Israel gezahlt)

Ich antwortete ihm, dass auch heute noch immer viele Holocaust-Ueberlebende am Leben seien und der deutsche Staat ihnen gerne helfen wuerde. Israel als juedischer Staat wuerde da in einem Zug mit einbezogen.

Da konterte er, dass die Shoah doch nun aber schon mehr als 60 Jahre zurueck laege und mehrere neue Generationen geboren worden seien, die mit dem Nazi-Verbrehen aboslut nichts zu tun haetten. Meine Aufforderung, er moege sich doch bitte nicht beschweren, erwiderte er nur mit einem Schmunzeln.