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von Dominique Omakowski

Vergangenen Dienstag gab es in ganz Israel eine allgemeine Luftalarm-Uebung. Das heisst, dass saemtliche Sirenen des Landes ab 10.00 Uhr morgens fuer 1-2 Minuten geheult haben. Alle Israelis waren aufgerufen sich in Luftschutzraeume zu begeben, die in Israel teilweise in Gebaueden, in Kellern oder auf freiem Gelaende ober- als auch unterirdisch zu finden sind.

Ziel der Aktion war eine Kriegssituation zu simulieren und den Bewohnern Israels ein sicherheitsbewusstes Verhalten in Notsituationen zu vermitteln und die Flucht in Bunkerraeume zu ueben. So haben z.B. saemtliche Schulklassen und Kindergartengruppen den Ernstfall geprobt.

Die Erwachsenen schenkten der Aktion dagegen weniger Aufmerksamkeit. Wie in den Medien gezeigt kamen auch mehrere Probleme ans Tageslicht. Einige Schulen verfuegen ueber keinerlei Schutzraeume weder im Gebaeude noch draussen. So mussten sich die Schueler provisorisch unter Schultischen verstecken, die bei einem Raketeneinschlag wohl kaum Schutz bieten wuerden. Auch waren etliche Schutzraeume auch in oeffentlichen Gebaeuden verschlossen oder so verwarlost, dass der Zugang nicht moeglich war.

Ich war waehrend der Uebung uebrigens bei meiner Hebraeisch-Lehrerin, die sich in ihrem Leben nur zwei Mal in eine מקלט (Miklat = Shelter = Schutzraum) begeben musste. Waehrend des Sechs-Tage Krieges 1967 und waehrend des Golfkrieges 1991. Einschlaege in der Region des Kibbutz gab es jedoch nie.